Der Grund für meine Abwesenheit

Liebe Leser

 

Ich weiss, dass ich lange nicht anwesend war. Dafür gibt es auch einen Grund… Nach meinem ersten Triathlon im Juni ging es nur noch bergab mit meiner Gesundheit.

Ich kam voller Euphorie aus Spanien zurück und meldete mich gleich für den Triathlon in Zürich am 26. Juli 2014 an. Einige Tage später begann mein linkes Auge zu eitern und schwoll an. Da bereits Samstagabend war und keine Augenarzt Praxis mehr geöffnet hatte, musste ich Notfallmässig ins Unispital Zürich. Dort wurde ein hochansteckender Virus festgestellt (welcher sich auch auf das rechte Auge ausbreitete) und ich musste 3 Wochen Antibiotika nehmen. Es blieb mir nichts anderes übrig als den Triathlon Zürich abzusagen. Nach diesen 3 Wochen verschlechterte sich der Zustand meiner Augen wieder und ich ging erneut zur Untersuchung. Nochmals erhielt ich Medikamente für weitere 3 Wochen. Dann kam der Lichtblick – die Sommerferien. Mein Freund und ich begaben uns auf eine 2,5 Wöchige Reise durch Vietnam, Kambodscha und Thailand. Wir reisten viele Stunden mit dem Bus und Flugzeug und sahen wunderschöne Orte.

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Wieder zurück in der Schweiz freute ich mich auf den Mini Triathlon mit meiner Laufgruppe. Ich hatte eine Woche um ein wenig zu trainieren also ging ich gleich am Montag eine kurze Runde laufen und hüpfte noch aufs Rennrad. Am Dienstagmorgen verspürte ich ziemliche Schmerzen in der linken Wade. Ich dachte es könne von einem Krampf oder vielleicht Muskelkater kommen, daher nahm ich eine Voltaren-Tablette und machte mich auf den Weg zur Arbeit. Die Schmerzen hörten aber nicht auf, sondern wurden immer stärker. Abends ging ich zum Arzt, welcher eine geschwollene Wade feststellte und mir Blut entnahm. Daraus resultieren positive Thrombosewerte und die Ärztin meldete mich im Spital für eine Ultraschalluntersuchung an. Diese bestätigte die Thrombose und ich bekam Blutverdünner und Kompressionsstrümpfe verschrieben. Am Montag darauf ging ich erneut zur Ärztin, da ich täglich Kopfschmerzen hatte und unter Atemnot und zittrigen Händen litt. Sie meldete mich im Spital für ein CT (Computertomographie) an, um eine Lungenembolie auszuschliessen. Am Dienstag um die Mittagszeit liess man mir intravenös ein Kontrastmittel ein. Die Gehilfin sagte mir, dass es möglich ist, dass ich eine Wärme verspüre. Ich dachte noch „Wie schön, denn mir ist recht kalt“. Die Wärme war aber recht unangenehm, sie stieg mir den Hals hoch und ins Gesicht, dass ich beinahe erbrechen musste. Die Ergebnisse zeigten leider auch eine Lungenembolie an. Es riss mir den Boden unter den Füssen weg. 26 Jahre jung und bereits eine Thrombose und Lungenembolie. Die Ärztin sagte mir, dass ich in ca. 6 Wochen ein EKG (Elektrokardiogramm) unter Belastung (Fahrradfahren) machen kann, um zu sehen ob mein Herz in Ordnung ist. Ich trage nun immer die Kompressionsstrümpfe und den Blutverdünner nehme ich 6 Monate lang. Danach muss ich einen Bluttest machen, um zu überprüfen ob ich ein erhöhtes Risiko in mir Trage. In diesem Falle müsste ich wohl lebenslänglich medikamentös behandelt werden. Des Weiteren muss ich die Antibabypille absetzen und darf keine hormonellen Verhütungsmittel mehr benutzen, da diese das Risiko zusätzlich erhöhen. Ich muss zugeben, die ersten Tage nach dem Befund ging es mir recht mies. Zum Glück habe ich von allen Seiten Unterstützung und nette Worte empfangen und es geht mir schon viel besser. Vielen lieben Dank an alle!

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52 Kommentare zu “Der Grund für meine Abwesenheit

  1. Liebe Jacky, keine schöne Diagnose und sicher wirst du dich mit dem allen noch arrangieren müssen, Ratschläge möchte ich keine geben, aber eins was mir immer geholfen hat ist, sich ganz auf das jetzt, das heute zu konzentrieren und wenn möglich, nicht zu viele Gedanken an die Zukunft verschwenden, denn das Morgen ist heute noch nicht geboren. liebe Grüße Marlies

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    • Vielen lieben Dank Marlies. Das ist wirklich das Beste was ich im Moment tun kann. Die Zukunft ist noch so ungewiss, ich sollte den Tag geniessen. Ist nicht ganz einfach, aber ich werde es versuchen. Liebe Grüsse, Jacky

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  2. Liebe Jacky, es tut mir sehr leid, das hier zu lesen. Gerade wenn man so sportlich ist wie du, ist das sicher ein echter Schock. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass alles wieder besser wird bzw. du dich gut mit der neuen Situation arrangieren kannst.

    Liebe Grüße und gute Besserung
    Jana

    PS: Deine Urlaubsfotos sind wunderschön 🙂

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  3. Liebe Jacky! Ich hab mich erschrocken, als ich deine Zeilen las. In deinem Alter ist so eine Diagnose schon ungewöhnlich! Ich wünsche dir, dass es dir bald wieder besser geht! Du kannst sicherlich noch von den schönen Stunden und Tagen aus dem Urlaub zehren. Denk an die schönen Erlebnisse und Eindrücke die du dort bekommen hast! Positive Gedanken helfen auch bei Heilungsprozessen.
    LG, Reni

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  4. Hallo Jacky,
    ein toller Blog, aber dieser spezielle Eintrag hier ist ja ziemlich bescheiden – um es vorsichtig auszudrücken.
    Unbekannterweise habe ich dennoch das Bedürfnis, Dir Kraft und Mut zu wünschen und viele liebe Freunde und Familie, die Dich unterstützen. Ich hoffe für Dich, dass eine dauerhafte medikamentöse Behandlung nicht erforderlich ist und Du in naher Zukunft Deine Hobbys und Leidenschaften wieder ausleben kannst.
    Alles Gute
    sanne

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  5. Liebe Jacky,
    ich lese es erst jetzt und hoffe, du bist auf dem Weg der Besserung. Irgendwie kann ich dir nachfühlen, wie es ist, wenn die Gesundheit nicht mehr mitspielt und man sich fragt, wie es nun weitergehen wird. Aber 26 Jahre ist kein Alter um sowas kennenzulernen!
    Ich drücke dir alle Daumen und Fußzehen, dass du bald wieder gesund bist.
    Liebe Grüße
    Britta

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  6. Liebe Jacky, solche Zeilen zu lesen versetzt einem in ein Schockzustand. 6 Monate in einer Ungewissheit zu leben, was mit einem wirklich geschieht ist unheimlich Kraftzehrend.
    Meinerseits möchte ich Dir einfach nur viel Kraft, positive Energie und heilende Gedanken zusenden.
    Ein virtuelle Umarmung möge Dir zeigen, wie sehr mir das Nahe geht und ich mir für Dich die Genesung wünsche die es braucht um zur alten Lebensqualität zurück zu kehren.

    Alles liebe wünscht Dir

    Roger

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  7. Liebe Jacky, durch Deinen Besuch auf meinem Blog bin ich heute auf Deinen Blog aufmerksam geworden. Ich finde ihn sehr schön und liebevoll gestaltet.
    Und auch ich wünsche Dir von Herzen, dass es Dir gesundheitlich wieder besser geht und es auch so bleibt!

    Liebe Grüße aus Süddeutschland
    Alex

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  8. Hallo Jacky
    Durch deinen Besuch auf meinen Blog hab ich deinen gefunden und mich über andere Beiträge auf die Startseite vorgekämpft.
    Meine Tochter ( in deiner Altersklasse ) hat die gleichen Interessen wie du , Sport und Leckereien.
    Als ich dann las was dir passiert ist , war ich etwas erschrocken .
    Ich bekam in deinem Alter die Diagnose blind zu werden , das warf mich zunächst auch total aus der Bahn .
    Heute bin ich gesetzlich blind und geniesse immer noch mein Leben und bin sehr aktiv.
    Ich möchte dir nur sagen , das ich dir alles gute Wünsche und natürlich das du wieder gesund wirst .
    Ansonsten , lass dich von solch einem Schicksalsschlag nicht aus der Bahn werfen .
    Das Leben kann trotzdem schön sein und man kann trotzdem vieles machen.
    Ganz liebe Grüsse sendet dir Anja

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    • Vielen Dank liebe Anja, für deine ehrliche Antwort. Ich bewundere Leute wie dich, die das Leben geniessen und Lebensfreude zeigen. Auch ich finde, man hat nur ein Leben und egal unter welchen Umständen, sollte man das Beste daraus machen. Einfach wird es nie sein, aber besser gehen tut es einem schon wenn man positiv ist. Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute. Liebe Grüsse, Jacky

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  9. Liebe Jacky,

    ich wollte mich für dein „Gefällt“ bedanken und war neugierig, wer du denn bist. Leider musste ich auf diesen Beitrag stoßen und ich wünsche dir – unbekannterweise – alles, alles Gute!

    Liebe Grüße,
    Stephi

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  10. Liebe Jacky,
    ich kam hier herüber, um mich für den Like auf meinem Blog zu bedanken – also Danke 🙂
    Dann habe ich diesen Beitrag hier gelesen und bin gelinde gesagt erschüttert. Es ist kaum zu glauben, dass Du nun, mit gerade Mitte zwanzig, soetwas durchleben musst. Daher wünsche ich Dir alles Gute für Deine Zukunft und drücke Dir die Daumen für alles Weitere!

    Liebe Grüße
    deepyblue

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