Mein erster Triathlon – Triatlón Villa de Laredo

Anfangs August 2013 fasste ich den Entschluss mich an einen Triathlon (olympische Distanz) zu wagen. Und zwar nicht irgendeinen Triathlon, sondern den in Laredo (Kantabrien) (http://triatlonlaredo.es/). Einerseits, weil er in einem kleineren Rahmen stattfindet und andererseits weil die Schwimmstrecke im Meer absolviert wird und die Fahrradstrecke 4 Steigungen von je rund 150 Höhenmeter aufweisen. Ausserdem führte mich zu dieser Entscheidung, dass ich jedes Mal nach einem Marathon monatelang am Läuferknie leide. So kaufte ich noch im August ein Triathlon Fahrrad aus zweiter Hand. Dann passierte aber lange nichts mehr… Bis auf den Kauf der Flugtickets, der Anmeldung zum Triathlon (welcher nach kurzer Zeit bereits völlig ausgebucht war) und die Trainings für den Zürich Marathon im April 2014.
So kam es dann aber, dass es nach dem Marathon doch überhaupt nicht mehr so lange bis zum Triathlon am 21. Juni 2014 ging. Ich stieg einige Male aufs Fahrrad und fiel zweimal damit um und verletzte mich. Das Schwimmtraining ging aber recht gut voran und das Laufen vernachlässigte ich ein wenig.
Einen Tag vor dem Abflug rief mich die Fluggesellschaft an und teilte mir mit, dass die bereits im Februar (!!) angemeldeten Fahrräder nicht mitgeführt werden können, da das Flugzeug zu klein sei. Noch am selben Abend wollte ich das Check In durchführen und so telefonierte ich stundenlang herum – meine Nerven lagen blank! Letzten Endes gingen mein Freund und ich zum Flughafen und konnten zum guten Glück das Check In, als wäre nichts gewesen, durchführen. Die Fahrräder kamen mit uns in Spanien an und nun stand dem Triathlon nichts mehr im Wege. Der Startschuss fiel um 16.30 Uhr, dies ist gedacht, damit Sportler auch nach der Arbeit noch teilnehmen können.
Beim Eintreffen in der Wechselzone war ich derart nervös, dass ich fast erbrechen musste. Mein Freund, welcher bereits einige Triathlons absolviert hatte, half mir alles aufzustellen und dann war es schon so weit. Der Start fürs Schwimmen war bereits aus dem Wasser aus. Die Frauen starteten 10 Minuten vor den ersten 100 Männern und 15 Minuten vor den restlichen Männern. Ich startete viel zu schnell. Also hielt ich kurz inne und machte mich dann mit einem gemütlicheren Tempo auf den Weg. Der Weg wurde um fast 200 Meter verlängert, da der Besitzer eines Baggerschiffes dieses nicht weggemacht hatte. Ich überholte sogar noch eine Leidensgenossin und kam ganz frisch aus dem Wasser. Die obere Hälfte meines Neoprenanzuges hatte ich bereits auf dem Weg zur Wechselzone ausgezogen, aber ich sage euch, bis ich die andere Hälfte endlich ausgezogen hatte, vergingen Stunden (etwas über 3 Minuten). Als einzige in Turnschuhen schwang ich mich auf mein Fahrrad und radelte los. Die Fahrradstrecke hatten wir zum Glück am Vortag zweimal mit dem Auto abgefahren und so kannte ich sie einigermassen. Der erste Anstieg liess nicht lange auf sich warten, denn um aus dem Dorf zu kommen muss man erst mal den Berg hoch. Fast ganz oben stand mein Onkel und feuerte mich an und ehe ich mich versah hatte ich den höchsten Punkt erreicht. Es ging wieder bergab und die Männer rasten nur so an mir vorbei und hatten immer ein paar nette Worte bereit. Bis zum Wendepunkt fuhr ich erneut einen Berg hoch und einmal flitzte der Krankenwagen an mir vorbei. Es war recht heiss an diesem Tag und die Sonne brannte herunter. Auf der ganzen Fahrradstrecke trank ich keinen Schluck, denn ich hatte Angst wieder vom Fahrrad zu fallen. Der dritte Anstieg war sehr anstrengend und ich dachte die meisten Teilnehmer hätten mich bereits überholt. Ab und zu fuhren noch einige vorbei und feuerten mich an. Die Stimmung unter den Teilnehmern war einfach fantastisch. Alle feuerten sich gegenseitig an, die Strecke wunderschön zwischen Eukalyptusbäumen, den Bergen und dem Meer. Ich traf auch immer wieder meine Leidensgenossin an, welche ich beim Schwimmen überholt hatte. Während der Fahrradstrecke überholte sie mich, dann ich sie und sie wieder mich. Erstaunlich frisch erreichte ich erneut die Wechselzone, stellte mein Fahrrad ab und lief samt Helm, Fahrradhandschuhen etc. los. Und so natürlich wieder zurück, legte alles ab und rannte wieder los. So viele Leute die mich anfeuerten hatte ich noch nie zuvor gesehen. Ich hatte solchen Spass, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Ich überholte nun einige Männer, die sich schmerzverzerrt die Seite hielten. Viele hatten Seitenstechen oder Magenprobleme. So leider auch mein Freund, den ich in der letzten Runde um den Hafen von Laredo wieder sah. Mir jedoch ging es blendend. Man kann sagen, von Schritt zu Schritt besser. Und so hüpfte ich überglücklich ins Ziel
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12 Kommentare zu “Mein erster Triathlon – Triatlón Villa de Laredo

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